| Vor einem Spiel testen die Spieler
durch das so genannte Durchschlagen die Geschwindigkeit der verwendeten
Federbälle, indem sie mit kraftvollen Unterhandschlägen
von der hinteren Grundlinie flach über das Netz geschlagen
werden. Bälle, die innerhalb des Spielfelds in einem Bereich
zwischen 53 bis 99 cm entfernt von der gegenüberliegenden Grundlinie
landen, haben die richtige Geschwindigkeit.
Alle anderen werden bei internationalen Spielen meistens direkt
aussortiert, oder es wird versucht, die Ballgeschwindigkeit zu beeinflussen,
indem man die oberen Spitzen der Federn leicht nach außen
bzw. innen biegt. Der Ball bietet dadurch mehr oder weniger Luftwiderstand
und fliegt entsprechend kürzer bzw. weiter. Es muss dafür
gesorgt werden, dass stets genügend durchgeschlagene Bälle
einer Sorte für die Dauer des Spiels zur Verfügung stehen.
Dadurch soll vermieden werden, dass vor allem konditionsschwache
Spieler das Durchschlagen von neuen Bällen mitten in einem
Satz als Erholungspause nutzen.
Naturfedern brechen relativ leicht, besonders bei unsauber ausgeführten
Schlägen. Bedingt durch den größeren Verschleiß
und wegen der etwas höheren Kosten von Naturfederbällen
haben sich im Freizeitbereich Imitate aus Kunststoff durchgesetzt.
Sie sind günstiger und haltbarer, haben allerdings andere Flugeigenschaften
als Naturfederbälle und bieten weniger Möglichkeiten für
ein variantenreiches, schnelles Spiel.
Fällt ein Echtfederball bei einem Clear (langer, hoher Ball)
fast senkrecht, folgt der Kunststoffball noch weitgehend einer parabelförmigen
Flugbahn, wodurch mit einem Plastikball weite Bälle leichter
erlaufen werden können. |